Grundlagen für Administratoren
Voraussetzungen
Um als Administrator auf das Prozess-Design-Modul (BPM) zugreifen zu können, muss dem betreffenden Benutzer das Aktionsrecht CURSOR-BPM zugewiesen sein. Erst mit diesem Recht steht der Funktionsumfang des BPM zur Verfügung.
Der Bereich BPM-Prozesse zur Verwaltung der Prozesse kann auf zwei Wegen aufgerufen werden:
über die Eingabe des Begriffs BPM-Prozesse in der COMMAND-Suche oder
über die Hauptnavigation im Bereich Administration.

Öffnen der BPM-Administration über die globale Suche
Arbeiten im Dashboard
Nach dem Aufruf des Bereichs BPM-Prozesse befindet sich der Administrator im Dashboard. Dieses stellt den zentralen Arbeitsbereich für die Verwaltung und Neuanlage von Prozessen dar. Hier werden alle aktiven und inaktiven Prozesse angezeigt, außerdem steht eine globale Änderungshistorie sowie eine Auswertungsmöglichkeit zur Verfügung.
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Ansicht des BPM-Dashboards mit eingeblendetem Filter
Die Liste aller Prozesse ist zweigeteilt in:
veröffentlichte Prozesse und
unveröffentlichte Prozesse.
Innerhalb dieser Listen kann nach verschiedenen Kriterien gefiltert werden, z. B. nach Name, ID, Modulzugehörigkeiten oder Schichten.
Wird ein Prozess in der Liste mit einem einfachen Klick ausgewählt, erscheinen auf der rechten Seite die Details zum Prozess, z. B.:
Bearbeitungs-Version des Prozesses
Datum und Uhrzeit der letzte Bearbeitung
aktueller Status (Veröffentlicht oder Deaktiviert)
Datum und Uhrzeit der letzten Veröffentlichung
Auch die Änderungshistorie des ausgewählten Prozesses ist dort einsehbar.
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Ausgewählter BPM-Prozess im BPM-Dashboard mit angezeigten Details
Die Veröffentlichung und Deaktivierung von Prozessen kann direkt aus dem Dashboard heraus vorgenommen werden. Dabei ist auch eine Mehrfachauswahl möglich: Mehrere Prozesse können per STRG+<Klick> markiert und anschließend gemeinsam über den entsprechenden Button veröffentlicht oder deaktiviert werden.
Dabei werden Teilprozesse automatisch vor den Hauptprozessen veröffentlicht, da ein Teilprozess immer bereits veröffentlicht sein muss, bevor ein Hauptprozess veröffentlicht werden kann, der diesen Teilprozess verwendet.
Greifen jedoch Teilprozesse untereinander aufeinander zu (z. B. Teilprozess A verwendet Teilprozess B, und Teilprozess B verwendet Teilprozess C), kann die automatische Veröffentlichung fehlschlagen. Der Grund: Es gibt keine festgelegte Reihenfolge, in der die Teilprozesse veröffentlicht werden. Dadurch kann versucht werden, einen Teilprozess zu veröffentlichen, der selbst noch einen unveröffentlichten Teilprozess verwendet. In diesem Fall schlägt die Veröffentlichung fehl.
In solchen Situationen müssen die betroffenen Teilprozesse manuell in der korrekten Reihenfolge veröffentlicht werden, bis alle erforderlichen Teilprozesse erfolgreich veröffentlicht sind.
Vom Dashboard aus können Prozesse sowohl lesend als auch schreibend geöffnet werden:
Beim lesenden Öffnen wird der Prozess nicht für andere Benutzer gesperrt.
Beim schreibenden Öffnen (Klick auf „Bearbeiten“) wird der Prozess zur Bearbeitung für andere Benutzer gesperrt.
C0-Prozesse (von CURSOR ausgelieferte Standardprozesse, siehe Kapitel „Arbeiten mit Standardprozessen“) können ausschließlich lesend geöffnet werden. Soll ein C0-Prozess angepasst werden, muss er übersteuert werden. Dabei wird eine Kopie des Prozesses in die Kundenschicht übernommen, in der anschließend die Bearbeitung möglich ist.
Die Anlage neuer Prozesse erfolgt ebenfalls über einen Button im Dashboard (siehe Kapitel Neuanlage). Genauso ist der Import, das Kopieren sowie das Löschen von Prozessen über den Dreipunkte-Button möglich.
BPM-Prozesse sind customizing-relevant. Das bedeutet, sie können im Entwicklungssystem erstellt, im Testsystem getestet und anschließend im Produktivsystem eingesetzt werden. Ob ein Prozess einem Customizing-Paket zugeordnet ist, ist in der Listenansicht über ein entsprechendes Icon erkennbar.
Einstellungen
Die Einstellungen für das BPM-Dashboard und die Prozessausführung können über den Dreipunkte-Button im Dashboard aufgerufen werden.

Grundlegende BPM-Einstellungen im Dreipunkte-Menü
Allgemeine Einstellungen
In den allgemeinen Einstellungen können unter anderem folgende Parameter konfiguriert werden:
Schwellenwerte
Hier wird festgelegt, ab wann Warnungen gesendet werden, beispielsweise in Abhängigkeit von der Häufigkeit der Prozessaufrufe. Dies hilft, versehentliche bzw. fehlerhafte Ausführungen oder Endlosschleifen schnell zu erkennen.Verzögerung der Ausführung bei asynchronen Aktionen
Hier kann eingestellt werden, mit welcher Verzögerung asynchrone Aktionen ausgeführt werden sollen.Variablen-Analyse
Beim Veröffentlichen von Prozessen kann optional eine Qualitätsprüfung des Prozessvariablen durchgeführt werden. Die Variablen-Analyse kann in den Einstellungen ein- oder ausgeschaltet werden.
Log-Einstellungen
Unter den Log-Einstellungen lässt sich festlegen, ob folgende Logging-Funktionen aktiv sind:
Datenbank-Logging
Skript-Logging
Beide Optionen können unabhängig voneinander ein- bzw. ausgeschaltet werden und dienen der Nachvollziehbarkeit und Fehleranalyse bei der Prozessausführung.