In CURSOR-BPM stehen im Wesentlichen drei Aktionstypen zur Verfügung, die sich in Interaktivität, Performance und Einsatzgebiet unterscheiden.
Benutzer-Aktionen
Beschreibung
Benutzer-Aktionen binden Anwender direkt in den Prozess ein. Es wird eine Aufgabe erzeugt, typischerweise mit Maske, Eingabefeldern und ggf. Validierung.
Vorteile
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Hohe fachliche Nachvollziehbarkeit („Wer entscheidet was, wann?“)
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Geeignet für Genehmigungen, Prüfungen, manuelle Entscheidungen
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Unterstützt Eskalation, Zuweisung an Rollen und UI-Logik (Masken, Pflichtfelder)
Nachteile
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Prozess ist von Reaktionszeiten der Anwender abhängig
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Nicht geeignet für sehr große Datenmengen oder rein technische Massenjobs
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Längere Durchlaufzeiten (Wartezeiten auf Benutzeraktionen)
Typische Anwendungsfälle
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Freigabe eines Angebots oder Vertrags
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Manuelle Qualitätsprüfung vor Versand (z. B. finale Sichtung eines Serienbrief-Layouts)
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Nachbearbeitung einzelner Datensätze mit komplexen Masken
Skript-Aktionen
Beschreibung
Skript-Aktionen führen Groovy-Skripte direkt in der Prozess-Engine aus. Sie automatisieren Logik im Kontext der aktuellen Prozessinstanz.
Vorteile
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Flexible Automatisierung fachlicher und technischer Logik
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Gut geeignet für Einzel-Datensätze oder kleinere Datenmengen
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Direkter Zugriff auf Prozessvariablen und das Datenmodell
Nachteile
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Läuft im Kontext der laufenden Prozessinstanz
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Nicht ideal für sehr große Datenmengen (lange Laufzeiten, Transaktionslast)
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Fehler im Skript betreffen direkt die aktuelle Prozessinstanz
Typische Anwendungsfälle
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Berechnung und Setzen von Status- oder Feldwerten (z. B. Score, nächste Fälligkeit)
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Erzeugen einzelner Aktivitäten oder Dokumente aus Prozesskontext
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Prüfung von Vorbedingungen, Routing-Entscheidungen (z. B. „welcher Teilprozess?“)
Massendaten-Aktionen
Beschreibung
Massendaten-Aktionen sind für die Verarbeitung großer Datenmengen ausgelegt. Sie unterbrechen den BPM-Prozess, starten einen Hintergrundjob auf dem Massendatenserver und setzen den Prozess nach Abschluss fort.
Vorteile
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Hohe Performance und Skalierbarkeit bei Massendaten
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Robust gegenüber Serverneustarts (Abarbeitung in Auftragswarteschlange)
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Verarbeitung pro Datensatz in eigener Transaktion (teilweise Rollback möglich)
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Spezialisierte Typen: allgemeine Massendatenverarbeitung, Serienbrief, Serienmail, Excelvorlage
Nachteile
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Komplexere Konfiguration (Suchdefinition, Variablen, Logging)
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Läuft außerhalb der Prozess-Engine: Prozessvariablen sind nur lesend verfügbar
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Ergebnis nur aggregiert oder über Protokolle (Massendatenaktion / -protokoll) einsehbar
Typische Anwendungsfälle
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Massenaktualisierung von Datensätzen (z. B. Kennzeichen, Preise, Zustände)
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Serienbriefe und Serienmails an große Empfängergruppen
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Generierung von Excel-Auswertungen auf Basis umfangreicher Suchergebnisse
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Batch-artige Hintergrundjobs, die unabhängig von Benutzerinteraktion laufen sollen
Zusammengefasst
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Benutzer-Aktion: für interaktive, manuelle Schritte (Entscheiden, Prüfen, Freigeben)
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Skript-Aktion: für automatisierte Logik im Prozesskontext bei normalem Datenvolumen
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Massendaten-Aktion: für große Datenmengen und batchartige Verarbeitung im Hintergrund
Die Wahl des Aktionstyps sollte sich immer an Datenmenge, Interaktionsbedarf und Performanceanforderungen orientieren.