Optionale Konfigurationen des D&B-Moduls

Im Rahmen der Geschäftspartnerqualifizierung stehen diverse optionale Funktionen zur Verfügung, deren Konfiguration nachfolgend beschrieben wird.

Übernahme von Dun & Bradstreet-Informationen auf den Geschäftspartner

Im CRM-System können Daten, die über einen Dun & Bradstreet-(D&B)-Abruf ermittelt werden, auf einen vorhandenen oder neu angelegten Geschäftspartner übertragen werden. Dadurch lassen sich Stammdaten effizient anreichern und die Datenqualität im Kundenbestand erhöhen.

Welche Felder konkret befüllt werden, ergibt sich aus dem Standard-Mapping zwischen den D&B-Qualifikationsdaten und den Geschäftspartner-Attributen. Im Standard werden beispielsweise Unternehmensname, Adresse und Kommunikationsinformationen aus dem D&B-Abruf für die Übernahme berücksichtigt.

Für systemspezifische Anforderungen kann die Datenübernahme gezielt angepasst werden. Dazu wird die Methode getMappingQualificationToCustomer in der Skript-Klasse SC11CQDnBUtils übersteuert.

Mit dieser Übersteuerung sind unter anderem folgende Anpassungen möglich:

  • Erweiterung des Mappings: zusätzliche D&B-Informationen können auf weitere Geschäftspartnerfelder gemappt werden.

  • Änderung der Ziel-Felder: Standard-Zuordnungen können auf andere systemspezifische Felder umgeleitet werden (z. B. kundeneigene Erweiterungsfelder).

  • Unterbindung der Übernahme: einzelne Werte oder komplette Datenbereiche können von der Übertragung ausgeschlossen werden, um bestehende Stammdaten bewusst nicht zu überschreiben oder bestimmte D&B-Informationen nicht zu übernehmen.

Umstellung der Report-Sprache von Dun & Bradstreet

2026.6 Für den Dun & Bradstreet-Abruf kann über eine Skriptmethode festgelegt werden, in welcher Sprache Report-Inhalte verarbeitet werden und welche Schlüsselbereiche im System befüllt werden. Diese Steuerung erfolgt in der Methode getKeyMapping der Skript-Klasse SC11DnBUtils.

Da es keine zentrale Stelle bei Dun & Bradstreet gibt, um die Report-Sprache für den gesamten Abruf zu definieren, kann dies nur bei Schlüsselwerten (z.B. Firmenstatus, Zuverlässigkeit oder Branchencodes) erfolgen. Alle anderen Inhalte (z.B. Jobtitel des leitenden Geschäftsführers) werden als freie Texte geliefert und können nicht in einer anderen Sprache als dem D&B-Standard ausgegeben werden.

In getKeyMapping kann die zu verwendende Report-Sprache für die Schlüsselwerte gesetzt werden. Im CRM-Standard ist die Sprache auf Deutsch (“41”) voreingestellt. Die Standard-Report-Sprache von Dun & Bradstreet ist Englisch (“39”).

Zusätzlich wird in getKeyMapping definiert, welche Schlüsselbereiche im Zielsystem befüllt werden sollen. Im Standard sind dort die verfügbaren Schlüsselfelder enthalten, sodass die üblichen D&B-Schlüssel ohne weitere Anpassung übernommen werden.

Damit die Sprach- und Schlüsseldefinitionen wirksam verarbeitet werden, ist die Aktivierung des Timers C0DNBGetLanguageKeys erforderlich. Ohne diesen Timer werden die entsprechenden Sprachschlüssel nicht bereitgestellt bzw. aktualisiert, wodurch die gewünschte Steuerung der Report-Sprache und Schlüsselzuordnung nicht vollständig greifen kann.

Automatisches Beenden des Monitorings

2026.1 Um das Monitoring bei Geschäftspartnern automatisiert zu beenden, sind folgende Schritte notwendig:

  1. Die globale Variable C0CQDNBMonitoringDeactivationCheckActivated steuert, ob diese Funktion aktiv ist. Im Standard ist die Einstellung auf “false”.

  2. Im Standard wird das Monitoring bei gelöschten (=inaktiven) Geschäftspartner deaktiviert. Die Definition weiterer Kriterien zur automatischen Deaktivierung sind über Anlage einer Geschäftspartnersuche möglich (z.B. Geschäftspartner mit der Geschäftsbeziehung = Exkunde), welche die Geschäftspartner selektiert, für die das Monitoring beendet werden soll. Der Performance halber ist zu empfehlen, dass diese Suche nur auf qualifizierte Geschäftspartner mit aktivem Monitoring referenziert, damit nicht der gesamte Datenbestand durchsucht werden muss.

  3. Die ID der Geschäftspartnersuche muss in einem Timer referenziert werden, der neu angelegt werden muss:
    ID: kann individuell vergeben werden
    Typ: Scriptclass
    Name: SC11CQDnBUtils.markCustomersToDeactivate
    Parameter: ID der Suche
    Dieser Timer sollte regelmäßig laufen und markiert die gefundenen Datensätze für die Monitoring-Deaktivierung.

  4. Zum eigentlichen Beenden des Monitorings müssen außerdem die beiden bereits ausgelieferten Timer C0DNBDeactivateMonitoring und C0DNBDeactivateMonitoringForCustomers aktiviert werden.

Je nach Einstellung der Timer läuft die automatische Deaktivierung des Monitorings von Dun & Bradstreet entsprechend regelmäßig.

Sobald die Globale Variable C0CQDNBMonitoringDeactivationCheckActivated aktiviert ist, ist das manuelle Deaktivieren des Monitorings per Prozess in der Aktionsbox nur noch für Geschäftspartner möglich, welche die Kriterien zur Deaktivierung erfüllen.

Ist diese Prüfung nicht gewünscht, kann die Methode isMonitoringDeactivationAllowed bzw. isMonitoringDeactivationCheckActivated übersteuert werden (je nach Zielzustand).

Leeren von Informationen nach Beenden des Monitorings

2026.1 Es ist möglich, nach Beenden des Monitorings Informationen auf dem Geschäftspartner zu leeren, die davon abhängig sind, dass durch das Monitoring immer aktuelle Daten zur Verfügung stehen. Dies erfolgt mittels Übersteuerung der Methode getFieldsToClear in den SC11CQDNBUtils. Im Standard des Moduls werden keine Daten geleert.